Weinrallye Nr. 44: Die Rhône – der Fluß, der Wein, die Winzer

Seit ungefähr einem Monat habe ich Gelüste nach kräftigerem Weißwein. Ich dachte sogar schon an griechischen Wein, bis ich in Christophs Blog den Aufruf  zur 44. Weinrallye mit dem Thema Rhone las. Sofort kam mir wieder ein Wein in den Sinn, der bei meinen Kochkursteilnehmern nicht richtig angekommen ist und deshalb seit dem im Keller lag. Einen weißen Châteauneuf-du-Pape.

Im Rahmen der Erlebniskochen Kochkursen im Frühjahr 2008  wurde ich von einem Weinpartner in Dortmund ausgestattet. Der Wein sollte zu "Handgeklopftem Carpaccio vom Rind mit feinem Olivenöl, Balsamessig, Staudensellerie und Parmesan" als Vorspeise und im Zwischengang zu "Rucola-Risotto mit Scampi" passen.

 

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2006 Châteauneuf-du-Pape BlancDomaine de Cristia, Südliche Rhône

Wie der Ölfleck auf das Etikett kommt kann ich mir nicht erklären, vielleicht lag er mal unter einer Flasche Öl die nicht ganz dicht war. auf jeden Fall hat er schon mal angedeutet was von ihm zu erwarten war.

Die Farbe war zwischen hellem Goldgelb und Bernstein. Wuchtig  und bei 13,5% Vol. präsentierte er sich entsprechend alkoholisch dominant. Keine Frucht, holzig, würzig, harzig - ölig (Bohnerwachs Linoleumboden) waren die Attribute. Ich meine den typischen Semillon Nagellachentferner Petrol Duft wahrgenommen zu haben. Im Netz habe ich leider nichts über diesen Wein finden können.

Die Beschreibung des Weines die ich damals bekam liest sich nach meiner Erfahrung heute ganz lustig:

"Weiße Châteauneuf sind recht selten, die produzierten Mengen äußerst gering. Jung getrunkensind sie eine Offenbarung: Aromen von Melone, Quitten und Blüten – vielschichtige Entwicklungvon weiteren floralen Tönen. In Blindverkostungen gehen diese Weine gerne auchfür Rotweine durch und dementsprechend lassen sie sich auch zum Essen kombinieren.Im Alter von 5 – 10 Jahren entwickeln diese Unikate ihren ganz eigenen Charme und zählenzu den größten Weißweinen der Welt!"

Der Preis im Frühjahr 2008 war 25,90 €

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