Thorsten Jordan Ts Weinblog, hat zur Weinrallye aufgerufen und wird von Susanne Werth-Rosarius unterstützt.

Die letzten Schlucke Gamay lagen schon etwas hinter mir als Torsten Goffin mit einer Musterflasche eines restsüßen Gamay Schaumweins bei mir aufschlug, die er über Umwege aus London erhalten hatte (hier die komplette Story von Anke Gröner) Die Flasche war schnell aufgerissen.

Der ersten Schluck war wirklich verstörend. So viel Frucht – Erdbeere mit Himbeere – die lang lang lang auf der Zunge bleibt. Zum Schluss Hefe und ein bisschen Holunder. Konnte das ein natürlich hergestelltes Produkt sein, oder haben die etwa Erdbeerpüree untergemixt? Immer wieder nachschmecken, und so war die Flasche schnell leer. Die 8% Alkohol machten euphorisch.

WeinrallyeDas mit dem geringen Alkoholgehalt kommt daher, dass es sich um einen Wein handelt der keine 2. Gärung durchmacht. Der nicht durchgegorene Wein wird mit der Feinhefe in die Flasche gefüllt, um dort noch etwas weiterzugären. Die Gärung verhilft dem Wein zu einere feinen Perlage und stoppt früher weshalb er restsüß bleibt. Diese Technik wird Methode ancestrale genannt.

Doch wo gab es diesen Stoff? In Deutschland gab – und gibt es noch immer – es keinen großen Importeur. Deshalb kontaktierte ich den Winzer und arrangierte einen Spediteur um die Flaschen zu transportieren und die Sektsteuer anzumelden.

Denn obwohl „Le 7“ ein Perlwein ist, mit einem Alkoholgehalt unter 9,5% und über keine 3bar Mindestdruck auf der Flasche, ist die Sektsteuer anzumelden und abzuführen. Schuld ist die Agraffe, das Drahtgestell zum halten des Korkens. So wird aus dem weinrechtlichen Perlwein steuerrechtlich ein Schaumwein.

Domaine du Fontenay, No. 7 Rosé
Véritable Méthode Ancestrale
8% Alc. 750 ml.

Le 7 Foto von Torsten Goffin